
Ginsterhecke, im Alemannische au Ramse gnennt, finde sich am Rai im hinter Teil vum Bibelgarte.
E Ginster- oder Wachholder, beidi Übersetzunge sin möglich, hen innere bibliche Gschicht rund um Rege un Wasser e Roll gspielt:
Höre sie:
De Monotheismus, de Glaube an der eine Gott, wu Himmel und Erde gschaffe het un sither für alli Lebensbereich zuèständig isch, het Kinder Israels vu de Völker, wu um sie rum gwohnt hen, unterschiede. Diè hen in de Regel mehreri Gottheite mit bsundere Zuständigkeite für de ein oder de ander Lebensbereich abètet und agruèfe.
Im 1. Buch der Könige isch z‘lese, dass de König Ahab sich mit de Isebel ne Prinzessin ussem Nochber-Kinigshuus Sidon zur Frau gnumme het. D’Königin Isebel isch eh glühendi Verehreri vum Gott Baal un vu de Aschera gsi un het ihr Mann dazu brocht, dene Gottheite ebefalls z‘huldige un nene e Opferheiligtum z’baue un e Standbild uffzstelle.
Des het im Prophete Elia, wu ganz entschiede für de Glaube an der eine Gott itrette isch, kei Rui glo. Als Bewies für d‘ Machtlosigkeit un Nittikeit vum Wettergott Baal het er ne großi un verheerend lang andauerndi Dürri ankündigt. Im Baal hen sini Anhänger nämlig zuègschriebe, er dei Tau, Regen, Gewitter, Hagel und Schnee schicke. Der Baal dei sich in de niederschlagsrieche Monät voll verusgabe un sich aschlièßend - in den Sommermonät - e wohlverdiènti Paus gönne.
Ischs dann wieder dringend Zit wore, dass neue Rege kunnt, hen sini Ahänger versucht, de Baal durch luts singen un dur stampfen wieder z‘wecke un durch Opfergabe für neui regenspendende Aktivitäte z‘stärke.
Die Dürre wu de Elia ankündigt het isch kumme, un demit e großi Not im Land. Alli Versuèch vu de Baals-Anhänger, de Baal uf Trab z‘ bringen sin erfolglos bliebe. Drüber isch de Elia zuèm Staatsfeind Nr.1 erklärt wore un het sich zerscht am Bach Krit versteckt, emene kleine Bach im Jordantal, un wu selle au kei Wasser meh gführt het, im Usland. Wu d‘ Lag im Land schlièßlig ganz verzwieflet war, isch de Elia wieder uffkrützt un het de Ahab und d‘Baalspriester zuè neme finale Wettkampf rusgforderet.
Uffem Berg Karmel soll mer zwei Altäre uffbaue, het er gsaid: eine für de Baal, de ander für de Eine und Einzige Gott. Welli Gottheit s schaffen dät, die Opfergabe uff dem Altar ohne menschligs Zuètuè a zzünde, der hätt sii Überlègeheit bzw. Einzigkeit unter Bewies gstellt. Wohl oder übel hen de König Ahab und d’Baalspriester diè Wett agnumme.
De Elia het de Baalspriester de Vortritt gloh.. Sie hen sich total verusgabt bim Versuèch, de Baal z‘ aktiviere.
Wu de Elia schlièßlig Gott angruèfe het, isch Für vum Himmel gheit, un des Für het des Brandopfer uff dem Altar komplett verbrennt.
Dademit war d’Niddigkeit vum Baal grad so erwise wiè d‘Macht vum eine Gottes . Un sVolk het sinem Gptt ghuldiget. Un ums rumluège hets z’regne agfange.
Do hätt diè Geschicht enden könne, sie hets aber nit. Elia het diè Baalspriester inem ageblich heilige Zorn ergriffe loh un het sie umbrocht. Dann isch er im strömende Regen nebe de Kutsch vum Ahab her in die Stadt Jesreel grennt. Dört sin sie uff d‘Königin Isebel troffe. Die het aber, nit wiè de Elia denkt het zuègeh, dass sie mittem Baal uf diè falsch Karte gsetzt het. Nai! Sie het im Elia vielmehr umgehend mit de Todesstrof droht. Der isch der bis do hin unerschrocke Elia in Panik grote un isch um sii Lebe grennt, als nach Süde, bis Beerscheba am Rand vu de Negev-Wüste. Total kaputt het er sich schließlich unter e Ginsterhecke gheie loh . Restlos am End un voller Selbstvorwürf het er nur noch eins welle: iinschlofe, am Beschte für immer.
Er isch aber wieder uffgwacht un Gott hettem e Engel gschickt, wunnen wieder uffpäppelt het. Wu de Elis wieder bi Kräfte war het er de Ufftrag griègt, in Wüèsti Sinai nizlaufe, bis zum Gottesberg, im Horeb. Dört akumme het er sich in e Höhli zruckzoge. Do hetten e Stimm uffgforderet, nusszkumme ins Freie. Dört het er ne Gotteserscheinung gha. Zwerscht isch e orkanartige Sturm uffkumme so stark, dass de Elia sich wieder het müèße in d Höhli zruckziège. Er hat aber gspürt: Gott isch nit im Sturm. Deno hets e Erdbebe geh, aber de Elia het gspürt: Gott isch au nit im Erdbebe. Deno hets e großes Für gha. Un wieder het de Elia gspürt: Gott isch au nit im Für. Endlig het e s sanfte Huuch gspürt. Un er het gewisst: In dem sanfte Huuch isch Gott. Gott isch nit martialisch, er isch sanft.