Fruchtbäume

 
 
 
Weinstock, Olive, Granatapfel, Dattelpalme, Nussbaum, Apfelbaum, Maulbeerbaum, Feige und Mandelbaum bestimmen von alters her die Kulturlandschaft Palästinas. Sie wachsen in den unterschiedlichen Lebensräumen, die das Land Palästina bietet: das Bergland und die Wüste, das fruchtbare Niltal und der Jordangraben.
Schon im Schöpfungsbericht wird erzählt, dass Gott die Früchte der Bäume dem Menschen gegeben hat. Die Fruchtbäume symbolisieren das Bild vom paradiesischen Zustand. Sie waren so kostbar, dass es verboten war, sie zu fällen. Ein Obstgarten war eine wichtige Lebensgrundlage.
„Sieben Arten“ werden dem Volk Israel als Gabe des gelobten Landes von Gott versprochen: Weinstöcke, Feigenbäume, Granatäpfel, Olivenbäume, Dattelpalmen, Weizen und Gerste. Fünf Pflanzen davon sind Fruchtbäume.
Der Alltag der Menschen in biblischer Zeit ist dadurch stark geprägt, dass sie sich um die Sicherung ihrer Lebensgrundlagen kümmern müssen, wie Wohnen, Ernährung, Aussaat, Ernte, Verarbeitung und Lagerung von Früchten. Alle Teile der Fruchtbäume werden verwendet: Holz, Rinde und Blätter dienen als Baumaterial, Ausgangsmaterial für handwerkliche Arbeiten, Färbestoffe und Brennstoff.
Früchte sind lebensnotwendig als Nahrungsmittel, haben Heilwirkung aber oft auch eine symbolische Bedeutung. Sie weisen auf Fruchtbarkeit, Gerechtigkeit, Schönheit und Liebe, Wohlergehen und Frieden oder andere Dimensionen des Lebens hin. So steht ein blühender, grünender Baum für ein von Gott gesegnetes Leben, ein verdorrter Baum dagegen ist das Symbol für einen von Gott abgewandten Menschen.