Bäume im Rhythmus des Lebens

 
 
 
An dieser Stelle beschäftigen wir uns mit den Fruchtbäumen.
Hermann Hesse schreibt:
„Bäume sind Heiligtümer. Wer mit ihnen zu sprechen, wer ihnen zuzuhören weiß, der erfährt die Wahrheit. Sie predigen nicht, geben keine Lehren und Rezepte, sie erzählen von den Urgesetzen des Lebens“.
Bäume sind ein gutes Bild für Rhythmus. Das ganze Leben in den verschiedenen Lebensphasen lässt sich mit dem Leben eines Baumes in den Jahreszeiten vergleichen. Der Baum mit den ersten Trieben und überschäumender Kraft im Frühling. Ein Baum, der im Sommer in seiner ganzen Lebenskraft dasteht, die Zeit der Ernte im Herbst mit dem Abschiednehmen im Winter. Auch wir Menschen durchleben solche Phasen um zu wachsen und uns weiterzuentwickeln. Dazu braucht es eine Balance zwischen aktiv sein und Ruhe, zwischen Außen und Innen, zwischen Geben und Nehmen.
Betrachten wir den Winter, die Zeit der Ruhe, die Kräfte strömen nicht nach außen, wir sind auf uns selbst konzentriert. Manchmal zwingen uns auch äußere Umstände eine solche Ruhephase auf, beispielsweise durch eine Krankheit. - Sie gehören zum Leben, diese Winterzeiten.
Dann folgen aber auch wieder die Zeiten der Blüten, die Kräfte entwickeln sich, wir entwickeln neue Fähigkeiten, - ein verheißungsvoller Anfang.
Es kommt der Sommer, die Zeiten in denen wir „gut im Laub“ stehen. Im Bewusstsein unserer Stärke und Kraft geben wir diese auch weiter. Anderen Menschen können wir in solchen „sommerlichen“ Lebensphasen Raum und Halt geben.
Die Zeit der Ernte ist das Weitergeben unserer Früchte, den Erfahrungen.
Der Baum, der in den Jahreszeiten lebt und seinen Rhythmus hat, ist ein gutes Vorbild und auch Anstoß, den Wechsel der Zeiten auch im eigenen Leben nicht aus dem Blick zu verlieren.